Reflexion

Selbsteinschätzung zum Lernprozess

Noah Kolb · Sommersemester 2026

Kurze Selbsteinschätzung zum Abschluss — bewusst knapp gehalten. Die vorab formulierten Ziele stehen unter Meine Anforderungen.

Habe ich mein Ziel erreicht?

Ja. Mein Anspruch war kein Vollständigkeitsnachweis, sondern ein belastbarer Überblick über die Methoden und ein echtes Verständnis der Abstraktionen, die ich täglich nutze — und genau das nehme ich mit. Ich kann heute einordnen, was eine informierte Suche, einen Klassifikator und ein Sprachmodell methodisch verbindet und wo ihre Grenzen liegen, statt diese Werkzeuge nur als Black Box zu bedienen.

Was besonders gut funktioniert hat

Der für mich klarste Mehrwert lag darin, ebenjene Sprachmodelle, um die es inhaltlich geht, einzusetzen, um mir interaktive Visualisierungen zu bauen, an denen ein Konzept erst wirklich „klick” macht. Ein Gitter, auf dem man Dijkstra, A* und die gierige Bestensuche nebeneinander expandieren sieht, sagt mir über die Rolle der Heuristik mehr als jede Formel — die Pfadplanung lebt von dieser Insel. Dasselbe gilt für die Computer-Vision-Themen: einen Faltungskern selbst über ein Bild schieben zu können, hat den Sprung von „Pixel” zu „Merkmal” für mich greifbar gemacht.

Dass ich diese Anschauung on demand erzeugen konnte und nicht auf vorhandenes Material angewiesen war, hat genau die Hürde gesenkt, die mich sonst davon abhält, einem Thema wirklich auf den Grund zu gehen. Die Kehrseite habe ich dabei nicht ausgeblendet: Wer dieselbe Technik zum Lernen und als Lerngegenstand benutzt, muss kritisch bleiben — eine überzeugend formulierte, aber falsche Erklärung ist die eigentliche Gefahr. Deshalb steht hinter jeder generierten Visualisierung und jedem Code-Schnipsel in diesem eP meine eigene Prüfung.